Preview Sternenkalender 2017 01

das Sterntaler Projekt

Liebe Schulgemeinschaft

Das Märchen vom «Sterntaler» kennen wir ja sicher alle (noch) ?

Vor etlichen Jahren wurde das Sterntaler Projekt von engagierten Lehrkräften der Steiner Schule Langenthal und Solothurn initiert. Daraus enstand der Sterntaler Kalender, der jeweils gegen Ende Jahr an alle Kinder, Eltern, Ehemaligen und grosszügigen Spendern und Unterstützern unserer Schule versendet wird.

Beigelegt ist ein Einzahlungsschein. Aber eine Spende, in welcher Höhe auch immer, ist absolut freiwillig ! Das Anliegen ist wirklich, zuerst etwas zu verschenken und allenfalls einen Rückfluss in einer anderen Form zu erhalten, wie die Sternentaler im Märchen.

preview-sternenkalender-2017-01Nach wie vor ist unsere Schule finanziell nicht auf Rosen gebetet, aber wir arbeiten daran. Der Sterntaler Kalender ist ein Teil davon. Er sorgt für Vorfreude fürs kommende Jahr und die Postkarten-Sujets, die zu jedem Monat gehören, stammen erneut aus der 9. Klasse vom Waldtag.

Das Besondere in diesem Jahr war der gemeinsame Waldtag mit der 1. Klasse. Und grad doppelt schön : Achim Stoltenberg war ja auch der ehemalige Klassenlehrer der aktuellen 9. Klasse. Wiedersehen macht Freude …

Als (inoffizieller) Schulfotograf hatte ich das Vergnügen, diesen Waldtag zu begleiten und den Schülern beim Erstellen der «Land-Art» über die Schultern zu schauen.

Zuhause sorgte ich dafür, dass die Farbenpracht optimal zur Geltung kommt, sowas werden hoffentlich meine Informatik-Schüler zukünftig grad selber übernehmen 🙂

Doch zurück zum Kalender. Ich habe dieses Jahr ein paar Exemplare zusätzlich drucken lassen, weil ich demnächst auf unserer Schulwebsite einen kleinen «Shop» aufschalten möchte, wo wir sinnvolle, schulinterne und schulrelevante Produkte feilbieten möchten. Ob Restposten vom Bazar, Arbeiten aus dem Werk- und Textilunterricht oder eben … den Sternenkalender !

Es würde mich wirklich sehr freuen, wenn die ganze Schulgemeinschaft mithilft, den Sternentaler Kalender 2017 ein bisschen in die Welt hinauszutragen. Unsere Schule darf sich nicht verstecken. Die Arbeit, die wir alle jeden Tag, ist wertvoll und soll zur Kenntnisgenommen werden. Der Sternentaler Kalender ist ein bescheidener Beitrag dazu.

Neu sind die Postkarten auf der Rückseite so bedruckt, dass sie einfach abgetrennt und an jemanden verschickt werden können.

Ich lade sie ein, im kommenden Jahr 12 mal einen Menschen mit einer Postkarte zu überraschen. Helfen sie mit Freude zu bereiten, unsere Schule in die Welt hinauszutragen und die gute alte Postkarten-Tradition aufrecht zu erhalten.

 

Im Namen der Schulgemeinschaft

u.r.s. jOsé | Projektleiter Sternentaler Kalender


ICH DANKE BEREITS FÜR ALLE SPENDEN IM NAMEN UNSERER SCHULE


ps : hier noch das Sternentaler Märchen zur Auffrischung 🙂

 

Autor: Gebrüder Grimm

0_originalEs war einmal …

… ein kleines Mädchen, deren Vater und Mutter gestorben waren. Die Eltern hatten ihr nichts hinterlassen und es war so arm, dass es kein Kämmerchen mehr hatte, um darin zu wohnen und kein Bettchen mehr hatte, um darin zu schlafen.

 

Irgendwann hatte es gar nichts mehr außer den Kleider auf dem Leib und ein Stück Brot in der Hand, welches ihm ein gutes Herz geschenkt hatte.

Es war aber gut und fromm. Und weil es so von aller Welt verlassen war, ging es im Vertrauen auf den lieben Gott hinaus ins Ungewisse. Da begegnete ihm ein armer, alter Mann, der sprach:

„Ach bitte, ich bin so hungrig. Gib mir etwas zu Essen!“

Da reichte es ihm das ganze Stück Brot und sagte:

„Gott segnes dir!“

und ging weiter.

Da kam ein Kind, das jammerte und sprach:

„Es friert mich so an meinem Kopfe! Bitte schenk mir etwas, womit ich ihn bedecken kann.“

Da nahm es sein Mützchen ab und gab es ihm.

Und als es noch eine Stück gegangen war, kam wieder ein Kind, das hatte kein Leibchen an und fror. Da gab es ihm seins. Und noch ein Stück weiter, da bat eins um sein Röcklein und das gab es auch noch hin.

Endlich gelangte es in einen Wald und es war schon dunkel geworden. Da kam noch ein Kind und bat um ein Hemdchen. Das fromme Mädchen dachte:

„Die Nacht ist dunkel, da sieht mich niemand. Du kannst wohl auch dein Hemd weg geben“,

und zog das Hemd ab und gab es auch noch hin.

Und wie es so stand und gar nichts mehr hatte, fielen auf einmal die Sterne vom Himmel und waren lauter harte, blinkende Taler. Und auch wenn es sein Hemdlein weg gegeben, so hatte es ein neues an und das war vom allerfeinsten Linnen. Da sammelte es die Taler hinein und war reich für sein Lebtag.

 

Urs José Zuber

Lehrer | Künstler | Unternehmer