Kindergarten

Wachstum und Ausgestaltung der Körper- und Sinnesorgane sollen ungestört geschehen. Damit das Kind alle seine Kräfte dafür einsetzen kann, wird das bewusste intellektuelle Lernen im Kindergarten vermieden. Stattdessen wird vor allem dem Tun und dem Erleben viel Raum gewährt. Die pädagogischen Mittel dafür: freies Spiel, Reigen, Märchenerzählen, Malen, rhythmisch-musikalische Bewegungsformen, Puppenspiel oder der allwöchentliche Waldtag. Dazu kommt die Pflege der Sinneserfahrung durch die Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer. Durch die Erziehung werden der Individualität des Kindes Räume geöffnet; anderseits werden durch die Führung der Erziehenden Grenzen gesetzt. Damit erlernt das Kind Fähigkeiten, die es für das Leben in der Gesellschaft vorbereiten.


Unter- und Mittelstufe

Das Profil der ersten bis achten Klasse:

  • Epochen- und Projektunterricht
  • Integration statt Selektion
  • individuelle Förderangebote
  • konstante Jahrgangsklassen
  • Frühfranzösisch und -englisch
  • Lernberichte statt Notenzeugnisse

Die Schüler und Schülerinnen bilden eine Klassengemeinschaft, die während der ganzen Schulzeit bestehen bleibt. Im gemeinsamen Erleben, Verarbeiten und Lernen über mehrere Jahre geschieht umfassende soziale Fähigkeitsbildung ohne Selektion und Benotung im herkömmlichen Sinn. An deren Stelle treten Lern- und Entwicklungsberichte sowie Zeugnisgespräche, die den Entwicklungsstand und den Entwicklungsprozess des Kindes thematisieren.
Im Epochenunterricht wird ein Fachbereich während rund vier Wochen täglich in einer Doppellektion ganzheitlich präsentiert und vertieft. Die damit verbundene intensive Beschäftigung mit einem Fachgebiet ermöglicht eine individuelle Verankerung der Lerninhalte.


Oberstufe (9. und 10. Klasse)

Auffallend am Profil der oberen Klassen sind die zahlreichen Projekte. Die Jugendlichen erhalten in dieser Entwicklungsphase Berührung mit dem Leben ausserhalb der Schule:

  • Die Begegnung mit der Landwirtschaft im Bauernpraktikum
  • das Erleben der Arbeitswelt im Berufspraktikum
  • das Kennenlernen einer anderen Kultur innerhalb der Aufbauarbeit in Rumänien
  • das Führen eines Gastronomiebetriebes

Diese und weitere Projekte vermitteln den Jugendlichen nachhaltige Erlebnisse mit stark persönlichkeitsbildenden Aspekten (Sozialkompetenz).
Im Bereich der schulischen Motivation ist eine deutliche Steigerung festzustellen. Das ausserhalb der Schule Erlebte und Gelernte wird für den Erwerb schulischer Kompetenzen aktiv einbezogen. Dies geschieht intensiv in der themenbezogenen Aufarbeitung der Projekte, zu welchen Schüler und Schülerinnen ihre umfangreichen Portfolio Dokumente verfassen (Fachkompetenz). Dabei lernen sie sich selber bewusster kennen und einschätzen (Selbstkompetenz). Dass sich dadurch im konventionell schulischen Bereich Defizite ergeben, widerlegen die gemachten Erfahrungen.


Oberstufe (11. bis 13. Klasse)

Nach der 10. Klasse haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit an die Regionale Oberstufe Jurasüdfuss (ROJ) zu wechseln. Informationen dazu finden sie auf der Website der ROJ».


weitere Angebote

Neben dem schulischen Angebot bietet die Rudolf Steiner Schule eine Eltern-Kind-Guppe und eine Spielgruppe an. Weiter gibt es den betreuten Mittagstisch CIBUS und die Tagesbetreuung SCHUKI, die auch externen Kindern offen steht. Die Schule führt auch viele Anlässe durch wie Theater, Eurythmieaufführungen, Konzerte, den Weihnachtsbazar, das Spiel-mit-Fest oder die Schulfeier mit den Darbietungen aus dem Unterricht. Auf dem Schugelände befindet sich auch noch das naturlädeli mit vielen hochwertigen und nachhaltig produzierten Lebensmitteln, Kleidern und Reinigungs- und Hygieneartikel. Es gibt auch ein kleines Buchsortiment. Jedes andere Buch kann man bestellen.