Wenn die 7. KlässlerInnen das neue Jahr regieren könnten

Wenn die 7. KlässlerInnen das neue Jahr regieren könnten

Wenn ich das neue Jahr regieren könnte, hätte ich den ganzen Krieg zwischen all den Länder verboten und all das schlechte Zeug wie zum Beispiel Drogen, Waffen, Kanonen und so weiter, die für schlechtes eingesetzt werden, verboten. Ich hätte allen Kindern das Recht gegeben, in die Schule zu gehen und hätte dafür gesorgt, dass alle Obdachlosen und die, die verhungerten, gut versorgt werden. Ich wünschte mir noch, dass die Menschen mehr auf die Umwelt acht geben.

Wenn ich das neue Jahr regieren könnte, würde ich eine atomare Abrüstung einberufen und jegliche Art von Konflikt auf diplomatischem Weg lösen. Ich würde Hunger und den Klimawandel stoppen und Natur- und Katastrophenschutz einrichten. Gewisse Politiker täte ich „entthronen“ und Städte, die durch Krieg und andere Katastrophen zerstörte wurden, wieder aufbauen.

Wenn ich das neue Jahr regieren könnte, würde ich machen, dass alle gleichberechtigt sind. Ich würde dafür sorgen, dass die Kriege beenden werden und Waffen verbieten. Ich würde den Zeichnungsunterricht streichen. Ich würde zum Wohl der Menschheit etwas unternehmen und für die Umwelt sorgen. Auch würde ich alles machen, dass niemand mehr gemobbt wird.

Wenn ich das neue Jahr regieren könnte, würde ich alle Kriege beenden und einführen, dass jeder 20% seines Lohns an obdachlose Familien spenden muss, so dass jeder zur Schule gehen könnte und jeder ein Zuhause und genügend Essen hätte.

Wenn ich das neue Jahr regieren könnte, würde ich den Menschen in den armen Ländern, wo es kein sauberes Wasser gibt, sauberes Wasser geben. Ich würde auch probieren, dass es unter den Menschen keine Gewalt gibt. Und weil es auf der Erde immer wärmer wird, würde ich auch sagen, dass die Menschen weniger Strom benutzen sollten.

Wenn ich das neue Jahr regieren könnte, würde ich Helden erschaffen und die Reichen auffordern, die Hungersnöte zu beenden. Ich würde zulassen, dass jeder seinen eigenen Glauben leben darf, Kriege würden abgeschafft werden, die Farbe der Haut würde keine Rolle spielen und es gäbe keine Grenzen. An drei Tagen in der Woche würden keine Autos fahren, und ob Mann oder Frau, jeder hätte das gleiche Einkommen. 

Wenn ich das neue Jahr regieren könnte, dann würde ich Frieden in die Welt bringen und mich mehr um die Menschen kümmern, die keine Familie haben, zum Beispiel Flüchtlinge und Waisenkinder. Ich würde schauen, dass nicht immer so viele Kinder und auch erwachsene Personen an Krankheiten leiden. Ich würde den Menschen, die kein Essen haben, Essen bringen, und auch die Kinder, die nicht in die Schule gehen können, das ermöglichen.

Wenn ich das neue Jahr regieren könnte, würde ich den Unterricht bis 14 Uhr ohne Nachmittags-schule machen. Dann würde ich keine Waffen mehr produzieren lassen und schädliche Süssstoffe verbieten. Das Geld würde ich unter allen Menschen gerecht aufteilen lassen.

Wenn ich das neue Jahr regieren könnte, würde ich machen, dass die Reichen den Armen so viel geben müssten, dass alle gleich viel haben. Ich würde auch den Krieg verbieten. Ich würde Donald Trump das Amt wegnehmen. Ich würde Menschenhandel verbieten und alle Terroristen einsperren. 

Wenn ich das neue Jahr regieren könnte, würde ich den Krieg verbieten. Ich würde auch Drogen, Zigaretten usw. verbieten. Dann würde ich den Leuten sagen, dass sie mehr auf die Umwelt achten sollen, so dass die Ozonschicht nicht weiter abnimmt und kaputt geht. Flüchtlinge würden ein Dach über dem Kopf haben und auch andere obdachlose Menschen. Ich würde dafür sorgen, dass das Geld auf der Welt fair verteilt werden würde und die reichen Länder die ärmeren Länder unterstützen. Den Regenwald dürfte man auch nicht mehr abholzen.

Wenn ich das neue Jahr regieren könnte, würde ich machen, dass es keinen Krieg mehr geben würde und Drogen und Zigaretten wären verboten. Ich würde schauen, dass die Menschen mehr auf die Umwelt acht geben, dass die Ozonschicht nicht weiter beschädigt wird. Es gäbe keine Autos mehr sondern nur noch öffentliche Verkehrsmittel. Ich würde das Gesetz abschaffen, dass die Kinder in die Schule müssen, nur wenn sie in die Schule wollen, dürfen sie in die Schule gehen. Wenn sie aber nicht in die Schule würden, würden sie trotzdem gute Chancen haben, einen guten Beruf zu lernen. Sie dürften das lernen und studieren, was sie interessiert oder was sie beruflich wollen.

Wenn ich das neue Jahr regieren könnte, würde ich keinen Krieg mehr erlauben und Weltfrieden ermöglichen. Einen neuen Präsident in den USA wählen lassen und in Syrien den Krieg beenden. Den Armen Wärme, Geborgenheit, Essen, Trinken und ein warmes Zuhause geben und denen was geben, die nichts haben. Ich würde bessere Waisenhäuser bauen lassen und ihnen Essen, Trinken und ein warmes Bett geben. Ich würde auch den Lehrern in den Steinerschulen den Lohn erhöhen.

Wenn ich das neue Jahr regieren könnte, würde ich für Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann sorgen und das Gesetz schaffen, dass Reiche den Armen helfen müssen. Ich würde auch dafür sorgen, dass es keinen Krieg mehr gibt und die Welt zusammen findet, damit nicht Krieg gegen einander geführt werden. Ich liesse die Kinder zu einem grossen Teil die Schulfächer selber wählen, nicht alle, wie sich versteht, aber zum Teil. Zum Wohl der Kinder würde ich Hausaufgaben abschaffen, weil es den Kindern helfen würde, genug auszuruhen und sie nicht mehr für die Hausaufgaben länger wach bleiben müssten.

Wenn ich das neue Jahr regieren würde, würde ich dafür sorgen, dass ich nicht mehr arbeiten muss und trotzdem ein Haus zum Leben habe. Ich würde dafür sorgen, dass jeder eine Arbeit hat, egal welches Zeugnis von der Schule, ob gut oder schlecht, Hauptsache man hat Erfahrung und mindestens 5000 bis 6000 Franken Lohn pro Monat.

Kampf um Troja

Kampf um Troja

Die Schulgemeinschaft wurde von der 5. Klasse mit dem Theater “Kampf um Troja” beschenkt. Vielen Dank der 5. Klasse mit Eltern und Lehrerinnen für euren grossen Einsatz. Die beiden Aufführungen waren toll!

Carla
Das beste von mir Gespielte ist das im zweiten Akt. Es hat mir einfach am besten gefallen zu spielen, wie ich als Helena mit den Frauen in Troja am Weben und Putzen bin.

Silas
Meine Lieblings-Szenen waren:

  1. Trojas Untergang. Es war da natürlich nicht viel Text, aber das mit den Schatten fand ich toll.
  2. Das hölzerne Pferd. Da als ich viel Text hatte, hat es mir gefallen.

Jasmin
Die coolsten Szenen fand ich, als ich Aeneas und Patroklos spielen durfte. Aeneas spielte ich gerne, weil er am Schluss überlebt und er sagte, dass man nicht in den Krieg ziehen soll und das Pferd nicht in die Stadt nehmen soll. Patroklos spielte ich gerne, weil er der Diener von Achilleus ist.

Monia
Ich spielte gerne in dem Teil, in dem wir trojanische Frauen auf diesen Holzklötzen sassen und handarbeiteten, und dann noch da, wo wir als Schatten kämpfen konnten. Das war cool!

Karla
Am besten gefiel mir die Frauenszene, wo Kassandra aus dem Fenster guckt. Dann auch die Szene, als ich als Hektor starb, und dann als ich als Hektor Aeneas umbrachte.

Salomé
Am meisten gefiel mir die Szene, als ich sagen musste: „Kommt her, hier gibt es Wein!“, weil ich Theaterspiel mit direkter Rede gerne habe. Nicht wie als Briseis, die keinen Text hatte.

Johanna
Mir hat der 2. Akt gefallen, in dem wir Damen im Thronsaal waren, weil wir dort so miteinander geredet haben. Der 3. Akt, in dem Hektor starb, war der spannendste, fand ich!

Nelio
Meine Lieblings-Szene war Trojas Untergang.

Samuel
Der erste Teil im 3. Akt gefiel mir am meisten, weil wir auf der Bühne kämpften.

Philomena
Mir hat die Szene, als Hektor und Achilleus ihren Zweikampf aufführten, gut gefallen, weil sie so spannend war. Und auch die erste Szene hat mir gefallen, weil ich da viel schauspielern konnte.

Sophia
Meine Lieblings-Szene war dort, wo ich als Odysseus als alter Mann verkleidet nach Troja komme und so viel sagen musste.

Alba
Mit hat die Szene, wo die Frauen am Weben waren und Kassandra in die Weite schaute, sehr gefallen, weil Kassandra da so dramatisch ist.

Ella
Am Anfang, als Achill Briseis und Chriseis ins achaiische Lager gebracht hat und wir Traubensaft trinken durften.

Kasimir
Mir gefiel der Moment am meisten, wo ich als Paris Achilleus tötete.

Roy
Am besten fand ich es dort, wo Patroklos kämpfte und ich weinte. Und als ich als Achilleus gegen Hektor kämpfte fand ich auch gut.

WOW DAY 2016

WOW DAY 2016

Der WOW-Day ist ein alljährlich wiederkehrender Event weltweit in der Waldorf-Bewegung. Es geht darum, dass Schüler für einen guten Zweck etwas unternehmen, Geld sammeln, Fest organisieren, etc.

Hier zwei Eindrücke von den beiden Schülerinnen Jael Dubler und Alena Inninger


WOW DAY

Es war toll neue Erfahrungen zu machen.
Wir arbeiteten in Gruppen zusammen.
Manchmal musste ich mich überwinden um die Leute auf dem Monatsmarkt an zu sprechen.
Ich hoffe, dass es in Zukunft nicht mehr so viele hungernde Kinder gibt.
Das Geld, das wir eingenommen haben, soll den Kindern helfen.
Es hat Spass gemacht, sich dafür einzusetzen!

Jael Dubler


WOW DAY

Der WOW DAY ist ein tolles Projekt.
Wir haben selber Sachen hergestellt, um sie am Monatsmarkt am 14. November 2016 zu verkaufen.
Mit dem Erlös wollten wir armen Kindern in Südafrika unterstützen.
Meine Grossmutter hat die Standgebühren für unseren Marktstand bezahlt.
Insgesamt haben wir 1210Sfr eingenommen.
Das Geld haben wir jetzt mit viel Freude den Educare Kindergärten gespendet.
Ich glaube es hat uns allen Spass gemacht! Es war cool.
Ich danke Herrn Keim, dass wir das machen konnten.

Alena Inninger

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Grand Prix von Bern 2016

Grand Prix von Bern 2016

Liebe Schulgemeinschaft

Es folgen drei persönliche Rückblicke von SchülernInnen der 8. Klasse, die erfolgreich mit Achim Stoltenberg teilgenommen hat.

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Linda
Als ich erfahren habe, dass wir beim «Grand Prix von Bern» mitmachen, dachte ich nur: «Oh man, jetzt muss ich auch noch Sport machen während dem irgendwelche Leute meinen knallroten Kopf sehen!»

Der «Grand Prix von Bern» (kurz: GP Bern) ist ein Anlass an dem die Teilnehmer Läufe von verschiedener Länge durch Bern machen können. Ich war nie besonders begeistert vom Joggen, aber man könnte fast sagen, der GP hat mir die Augen geöffnet! Trotz des nicht gerade wunderschönen Wetter war es voll cool. Es hatte viele Leute, die einen anfeuerten und die Stimmung war super!

Ich bin stolz auf mich den Lauf gemacht, etwas Neues ausprobiert und dabei Spass gehabt zu haben. Mal ganz abgesehen von den Sponsorengeschenken ist der «Grand Prix von Bern» eine echt tolle  Sache.


Jewel 
Ich bin ja eigentlich nicht so ein Sportgummi, aber am letzten Samstag wurde ich für einen Tag zu einem. Denn an diesem verregneten Samstag fand der GP-Bern statt, rund 30’000 Sportgummis kamen von der ganzen Schweiz zusammen um sich das Osterfett abzurennen.

Für mich war es eine krasse und neue Erfahrung, denn ich habe selten so viele Menschen an einem Ort gesehen. Vom Pastazelt bis zum Massagezelt hatte es dort eigentlich alles, was das Herz eines Sportgummi’s begehrt.

Besonders cool fand ich all die Geschenke, die man bekommen hat, auch wenn sie hauptsächlich von der MIGROS kamen. Immerhin Pasta und Blevita waren mit dabei 🙂

Das Beste an diesem Tag war aber die Sportgummi-Stimmung, die bleibt für mich unvergesslich! Ob Alt oder Jung, alle waren dabei und haben sich bis zum Ziel gekämpft. Mit Medaille um den Hals und knallrotem Kopf fühlte man sich dann schon fast wie ein Olympia-Sieger 🙂

Who run the World ? The «Sportgummis» 🙂

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Silas 
Am Samstag, 14. Mai 2016 war ich und meine Klasse am GP-Bern. Ich und ein paar meiner Freunde rannten 16 Kilometer, die
Stimmung war super und es waren rund 28’000 Läuferinnen und Läufer daran beteiligt.

Das Beste war aber nicht der Lauf (der natürlich sehr cool war), sondern die Zuschauerinnen und Zuschauer, die einen fast überschwemmten mit Zurufen, Glückwünschen und Applaus. Man wurde fast von ihnen durch den ganzen Lauf getragen. Es war einfach sehr toll und auch das Gefühl, als man dann endlich ins Ziel kam, war unbeschreiblich. Ein grossartiger Anlass.

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Forstprojekt 2015 Lauenen

Wir waren eine Woche lang im Forstlager in Lauenen. Neben guten Erlebnissen gab es natürlich auch Schlechte, davon aber nur Wenige, weswegen mir das Forstlager immer in guter Erinnerung bleiben wird.

Die ersten dreieinhalb Stunden waren wir sehr aufgeregt und konnten es kaum erwarten, dort zu sein. Die Reise dauerte nämlich dreieinhalb Stunden. Als ich zum ersten Mal unser Haus und die Umgebung sah, war ich ein bisschen unbeeindruckt. Doch nur ein paar Momente später hatte sich dies geändert. Das Haus war schön gross und alle waren, soweit ich weiss, zufrieden. Doch dieses Haus sollte uns noch zum Verhängnis werden.

Der Montag war unser erster Arbeitstag. Wir wurden in Gruppen eingeteilt und zu unseren Arbeitsplätzen gebracht. Es herrschte noch Frohsinn. Doch kurz darauf zogen schon die ersten Gewitter auf. Die Wege zur Arbeit waren sehr weit. Ohne Wege mussten wir mit Rucksack und Werkzeug den steilen Hang rauf wandern. Oben angekommen, war ich total erschöpft. Doch dank einer extra langen Pause, in der David Horisberger a.k.a Hollen einschlief, konnte ich wieder zu Energie kommen und mit der Arbeit anfangen.

Bei dieser Arbeit ging es darum, Wege zu erstellen, indem wir Erde von der Bergseite abhackten und sie an der Hangseite wieder ansetzten. Diese Arbeit selbst war ziemlich einfach und nicht anstrengend. Natürlich stand uns am Ende der Arbeit noch der Abstieg bevor.

Beim zweiten Arbeitstag mussten wir wieder einen steilen Hang hinauf steigen, erneut ohne Weg. Zu unserem Pech war es an diesem Tag noch regnerisch. Oben bei der Arbeit angekommen, mussten wir kleine Fichten suchen, die wir schützen sollten. Jedes Mal, wenn wir eine durchschnittlich 10 cm kleine Fichte entdeckt haben, mussten wir um sie herum zwei Holzstöckchen, je eine Bergseite und Hangseite in den Boden rammen, um dann ein Korbnetz darum zu stecken und sie befestigen. Diese Arbeit war, ausser der ständigen Gefahr, den steilen Hang runter zu stürzen, ebenfalls nicht schwierig. Beim runter gehen sind wir dank des Regens hauptsächlich gerutscht.

Am dritten Tag führte uns Ernst Ryser zu unserer Arbeit. Bei ihm lernten wir, wie man einen Baum richtig fällt. Diese Arbeit war wiederum insgesamt die härteste. Die ganze Zeit die Axt zu schwingen, um Äste zu entfernen und mit einem überdimensionalen Schäler die Rinde zu entfernen, kann ziemlich anstrengend sein. Ich war froh, am Abend wieder zurück zu sein, aber am nächsten Morgen nicht glücklich darüber, dass mir meine Handgelenke schmerzten, wie bei ein paar anderen auch. Unser Koch war bis Mittwoch Thomas Reber, er kochte sehr gut, wurde dann aber abgelöst. Die Vorräte an Energie Drinks, Süssigkeiten und Chips wurden immer nach dem Abendessen aufgebraucht. Dies führte teilweise dazu was andere vielleicht als „Ausrasten“ bezeichnen würden.

Zum Glück war in der Nähe ein kleines Lädeli, indem wir unsere Vorräte auffüllen konnten. An den Abenden wurde fleissig Jass und Schach gespielt. Um 11 Uhr sollten wir eigentlich ohne Lärm in unseren Zimmern sein. Trotzdem gab es immer welche, die es einfach nicht lassen konnten, um 12 Uhr noch herum zu schreien. Es war erstaunlich, dass niemand etwas gesagt hat. Gleichzeitig begann es an diesem Tag: Die Wanzenseuche!!! Die Wanzen schnappten sich das erste Opfer.

Während wir am Donnerstag nochmal Fichten suchten und am Freitag auch nochmal Wege machen durften, breitete sich die Seuche weiter aus. Es wurde mysteriös, niemand dachte an Hand der Symptome an eine Wanzenseuche. Am Freitag wurden wir vom Arbeitsplatz direkt zum Lauenensee gebracht, wo wir Brot, Cervelats, Mais und Gemüse bräteln konnten. Dies war der letzte volle Tag im Forstlager. Am Samstag verliessen wir das Haus um 10:30 und waren zur Mittagszeit zurück in Solothurn in Begleitung einiger Wanzen.

Das Ende einer Geschichte aber erst der Anfang einer Neuen.

Autor : Thomas Arteag

Ein Tag aus dem Forstlager Lauenen 2015

Mittwoch:

Es ist 7:00, unsere beiden Lehrer kommen singend in unser Zimmer um uns zu wecken. Wir haben das zwar so gewünscht, aber das Lied ging mir schon am ersten Tag auf die Nerven. Ich schaue hoch, damit sie sehen dass wir wach sind und sie endlich mit ihrem Geschrei aufhören. Wir haben noch zehn Minuten bis wir zum Frühstück unten sein müssen, ich klettere demotiviert von meinem Hochbett runter um mich anzuziehen. Meine beiden Zimmerkollegen sind schon aufgestanden. Nachdem ich meine Arbeitskleidung angezogen hatte, gehe ich die Treppe runter.

Das Haus hat vier Stöcke: ganz unten ist die Küche und der Ess-Saal. Im zweiten Stock sind die Mädchen und im dritten sind wir. Den vierten Stock habe ich noch nie betreten, dort ist noch so eine Ferienwohnung, aber die gehört nicht mehr zu uns. Ich habe wie jeden Morgen keinen Hunger und auch keine Lust etwas zu essen, aber ich esse trotzdem was, damit ich nicht nach einer Stunde Arbeit schon wieder Hunger habe. Es gibt wie jeden Morgen Müesli und ich hasse Müesli!

Wir müssen uns auch noch Sandwiches machen für unser Picknick an der Arbeitsstelle. Nach dem Frühstück mache ich meinen Rucksack parat, ziehe meine Wanderschuhe an und gehe nach draussen auf den Parkplatz wo die Forstwarte und unsere Lehrer warten. Um 8:00 sind alle draussen.

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Wir teilen uns in unsere drei Gruppen auf und fahren mit unseren “Chefen” zu unserer Arbeit. Wir sind heute bei Herr Ryser und fahren mit dem Schulbus in den Wald. Die Fahrt war viel zu kurz und ich muss schon wieder aufstehen und aussteigen. Wir gehen ein Stück in den Wald hinein, bis wir zu einem morschen Baumstamm kommen, wo verschiedene Äxte, Sägen und andere Werkzeuge, die ich nicht kenne, lagen.

Herr Ryser erklärte uns was wir machen müssen, und zwar müssen wir Bäume fällen. Ich und Cem wollen zusammen einen fällen, also fangen wir an: am Anfang müssen wir messen wie dick und hoch unser Baum ist. Danach sagen wir mit der Zweimannssägen 5cm in den Baum hinein und schlagen mit der Axt einen Kein. Jetzt haben wir alle Vorbereitungen getroffen und können den Baum fällen. Wir Sägen zusammen, einer links und einer rechts, wir müssen darauf achten, dass wir zusammen im gleichen Tackt sind, nachdem wir einige Minuten gesägt haben kippt der Baum und schmettert auf den Boden. Ich bin froh, dass ich nicht mehr sagen muss, denn das war ziemlich mühsam. Jetzt müssen wir den Baum, mit der Axt, entasten und danach noch schälen mit so einem Schinteisen.

Mit der Zeit konnte ich mich ein Bisschen motivieren und die Arbeit hat sogar begonnen Spass zu machen. Ich bin aber trotzdem froh als es 17:00 ist und wir wieder ins Lagerhaus zurück konnten, zuerst gehe ich duschen, wechsle meine Kleider und danach gehe ich in den Ess-Saal um zu schauen ob etwas läuft. Ich sehe, dass einige der Jungs gerade zum kleinen Lädeli gehen wollen und ich schliesse mich ihnen an. Als wir wieder zurück sind gibt es Abendessen, nach dem Essen haben wir noch Schach gespielt oder sonst irgendetwas gemacht und so um 1:00 gehe ich dann ins Bett.

Autor : Zacharia Ghammar

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